Zentrifuge

WEISSES GOLD: Über das Verschwinden einer Porzellanfabrik + andere Meraviglien

Event-Details

WEISSES GOLD: Über das Verschwinden einer Porzellanfabrik + andere Meraviglien

Zeit: 3. September 2010 von 19:00 bis 10. Oktober 2010 um 18:00
Standort: Zentrifuge
Straße: Muggenhofer Str. 141
Stadt/Ort: Nürnberg
Website oder Karte: http://www.zentrifuge-nuernbe…
Telefon: 0911 / 1325133
Event-Typ: ausstellung
Organisiert von: Zentrifuge e.V.
Neueste Aktivitäten: 26. Aug 2010

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Event-Beschreibung

Ein Projekt von Susanne Neumann in der Zentrifuge
3.9.-10.10.2010

Öffnungszeiten: Mi.-Fr. 16-20 Uhr, Sa./So. 14-18 Uhr

Eröffnung: Freitag 3. September 2010 um 19:00 Uhr
Begrüßung: Michael Schels, Erster Vorstand Zentrifuge e.V.
Einführung: Dr. phil. Gabriela Blumer Kamp, Zürich
Zur Ausstellung / Finissage erscheint ein Katalog.

In der »Zentrifuge«, einer ehemaligen Fertigungshalle Auf AEG, errichtet die Künstlerin Susanne Neumann eine Installation. Die leer stehende Halle bildet die Rahmenhandlung für Objekte, die - aus ihrem originären Umfeld entnommen - wieder in einen industriellen Kontext zurückkehren. Die Halle 14 wird zur temporären Heimstatt von Objekten, die einst der Herstellung des »weißen Goldes« dienten. An die Wände der Halle werden Fotos aus der Waldsassener Porzellanfabrik projiziert. Der existierenden Raum wird durch nicht mehr existierende Räume erweitert. Auf den Bodenflächen sollen diverse installative Eingriffe Situationen und Momente aus der verschwundenen Fabrik nachempfinden und umdeuten. Dabei kommen verschiedene Materialien und Medien zum Einsatz.


Hintergrund:

2006 - 2008 wurden in Waldsassen alle Gebäude der Porzellanfabrik Bareuther / Gareis abgerissen. Eine der ältesten Porzellanfabriken Bayerns verschwand aus dem Stadtbild.Gegründet wurde die Porzellanfabrik 1866 und die Fabrikationshallen, Bürogebäude und Tunnelofenanlagen prägten die Stadt Waldsassen ebenso, wie die berühmten barocken Bauten. 150 Jahre lang arbeiteten und lebten die Menschen der Stadt vom Porzellan, dem »weißen Gold«. Die Ausstellung soll das Leben und Arbeiten der Menschen in der Fabrik dokumentieren, aber nicht auf eine chronologische / zeitgeschichtliche Weise, sondern durch einen künstlerisch / sentimentalen Ansatz.

Während der Abrissarbeiten der Fabrikgebäude konnten diverse Objekte aus den Gebäuden gerettet werden. Neben Dokumenten wie alten Plänen, Produktionsbilanzen, Notizheftchen der Arbeiter und kompletten Karteisystemen aus den 40er Jahren konnten Möbel, Lampen und div. Elektroartikel aus den Gebäude sichergestellt werden. Von besonderem Reiz aber sind die Formen und Gussmodel, die vor der Zerstörung bewahrt werden konnten. Neben 12 Stunden Filmmaterial dokumentieren ca. 2.000 Fotos den Zustand der Fabrikhallen kurz vor ihrem Verschwinden.

Download Presseinfo:
presseinfo_ausstellung_susanne_neumann_1007.pdf

Info Susanne Neumann (PDF):

neumann_susanne_2010.pdf

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